{"id":218,"date":"2020-08-24T20:20:00","date_gmt":"2020-08-24T18:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/diepflege.org\/?p=218"},"modified":"2020-08-24T23:34:48","modified_gmt":"2020-08-24T21:34:48","slug":"auslandsrecuiting-eine-antwort-auf-den-pflegemangel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/diepflege.org\/?p=218","title":{"rendered":"Auslandsrecuiting: Eine Antwort auf den Pflegemangel?"},"content":{"rendered":"\n<p>Als ich vor einigen Jahren f\u00fcr die Liebe nach Hamburg zog (macht das nie liebe Kinder es lohnt sich nicht), arbeitete ich zum ersten Mal mit Pflegekr\u00e4ften aus dem Ausland. Bei meinem vorherigen Arbeitgeber, einer Klinik in der Oberlausitz, gab es keine ausl\u00e4ndischen Pflegekr\u00e4fte. Unbesetzte Stellen wurden einfach nicht besetzt &#8211; sehr zum Frust aller Beteiligten. Seit ich nun in Hamburg bin, liegt mir das Thema <strong>Auslandsrecruiting<\/strong> sehr am Herzen und ich habe dazu eine ganz eigene Meinung entwickelt &#8211; jedoch versuche ich diesen Artikel so objektiv wie m\u00f6glich zu verfassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn m\u00f6chte ich die Fakten zu diesem Thema kl\u00e4ren:<\/p>\n\n\n\n<h4>Warum werden Pflegekr\u00e4fte aus dem Ausland geholt und lohnt sich das denn \u00fcberhaupt?<\/h4>\n\n\n\n<p>In Deutschland herrscht ein ziemlicher Fachkr\u00e4ftemangel in der Pflege, der verschiedene Ursachen hat. Zum einen w\u00e4re da der demografische Wandel zu nennen. Das hei\u00dft, die Lebenserwartung steigt immer mehr w\u00e4hrend die Geburtenrate sinkt. Zum anderen w\u00e4re da nat\u00fcrlich die Attraktivit\u00e4t des Pflegeberufes zu nennen (Gr\u00fc\u00dfe gehen raus an Herrn Spahn\u2026); die physische und psychische Belastung ist sehr hoch und &#8211; naja &#8211; im Gegenzug dazu die Bezahlung eher niedrig. <\/p>\n\n\n\n<p>Laut der Bertelsmann Stiftung wird die Zahl der Pflegebed\u00fcrftigen bis 2030 auf 3,4 Millionen Menschen steigen und die Zahl der Menschen, die in der Pflege t\u00e4tig sind weiter abnehmen. Wenn nicht gegengesteuert wird, fehlen 2030 insgesamt 500.000 Vollzeitkr\u00e4fte. Der L\u00f6sungsansatz hei\u00dft also: Arbeitsmigration. Ein Gro\u00dfteil der Migrant*innen kommt aus EU- Staaten. Im Jahr 2013 arbeiteten rund 73.600 Menschen mit ausl\u00e4ndischer Staatsangeh\u00f6rigkeit in einem sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnis in der Pflege. Wenn man diese Zahlen sieht, merkt man also: es rentiert sich nicht nur, sondern ist f\u00fcr Deutschland sogar zwingend notwendig, Fachkr\u00e4fte aus dem Ausland zu holen.<\/p>\n\n\n\n<h4>Was sind die Pros und Kontras f\u00fcr die Arbeitsmigration?<\/h4>\n\n\n\n<p>Um diese Frage zu beantworten, muss man die Belange aller Seiten anschauen, die von Arbeitsmigration \u201ebetroffen\u201c sind.<\/p>\n\n\n\n<ol><li><strong>Gesundheitswirtschaft<\/strong><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>pro:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Fachkr\u00e4ftemangel kann behoben werden<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Sicherung des Gesundheitsstandards<\/p>\n\n\n\n<p>kontra:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Qualifikationen entspricht z.T. nicht dem deutschen Standard<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Gesundheitssysteme der anderen L\u00e4nder werden belastet<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"2\"><li><strong>Arbeitgeber<\/strong><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>pro:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Stellenbesetzung m\u00f6glich<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Standortsicherung<\/p>\n\n\n\n<p>kontra:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; hohe Kosten<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; zun\u00e4chst eingeschr\u00e4nkte Einsatzm\u00f6glichkeit<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; hohe b\u00fcrokratische H\u00fcrden<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"3\"><li><strong>vorhandene Pflegekr\u00e4fte auf den Stationen:<\/strong><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>pro:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; mehr Personal<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Erweiterung von Wissen<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; steigende Sprachkompetenz<\/p>\n\n\n\n<p>kontra:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; aufwendige Einarbeitung<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"4\"><li><strong>Arbeitsmigranten<\/strong>:<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>pro:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; bessere Perspektiven als im Herkunftsland<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Aneignung und Weitergabe von Wissen<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; bessere Bezahlung<\/p>\n\n\n\n<p>kontra:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Familie in der Heimat<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; fremdes Land, Kultur, Menschen<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; anderes Berufsverst\u00e4ndnis\/ falsche Erwartungen<\/p>\n\n\n\n<h4>Wie l\u00e4uft so ein Bewerbungsverfahren ab &#8211; also wie finden die Kliniken die Pflegekr\u00e4fte?<\/h4>\n\n\n\n<p>Viele Arbeitgeber*innen greifen f\u00fcr die Rekrutierung auf Agenturen zur\u00fcck. Diese machen die Vorarbeit in den Herkunftsl\u00e4ndern. Sie arbeiten teilweise mit Sprachschulen zusammen und schalten Anzeigen. Bewerber werden mithilfe von f\u00fcnf Kriterien gepr\u00fcft: Fachlichkeit\/Erfahrungen, Motivation, Zeugnisse, Deutschkenntnisse, Einsatzort in der Klinik. Danach werden den Kliniken geeignete Bewerber vorgeschlagen. Je nach Klinik werden die Pflegekr\u00e4fte, nach Videochatbewerbungsgespr\u00e4ch eingestellt oder zum Teil reisen die Arbeitgeber auch mit Dolmetschern ins Ausland um Bewerbungsgespr\u00e4che vor Ort zu f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<h4>Wie geht es dann in Deutschland weiter?<\/h4>\n\n\n\n<p>Einer der wichtigsten Pfeiler f\u00fcr das Arbeiten auf der Station ist nat\u00fcrlich die Sprache. Voraussetzung, um in Deutschland eine Berufsanerkennung zu erhalten ist das Sprachniveau B2. Ab Sprachniveau B1 k\u00f6nnen die Pflegekr\u00e4fte in der Klinik arbeiten. Je nach Arbeitgeber ist auch die Unterst\u00fctzung beim Lernen der Sprache unterschiedlich. Bei meiner Recherche f\u00fcr den Artikel habe ich zum Beispiel erfahren, dass es Kliniken gibt, in denen die Migrant*innen anfangs in Gastfamilien untergebracht werden und sprachlich sehr geschult werden. Dieses Vorgehen finde ich sehr gut und halte es f\u00fcr sehr effektiv.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei mir in der Klinik ist das leider nicht ganz so gut geregelt. Zwar bekommen die Kolleg*innen Wohnungen gestellt, aber dort leben sie dann allein oder in gemischt-nationalen WGs. Ab Sprachniveau B1 arbeiten die Kolleg*innen dann auf den Stationen. Dort besuchen sie dann verpflichtend mehrfach pro Woche im Krankenhaus Deutschkurse.<\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste wichtige Pfeiler ist nat\u00fcrlich die berufliche\/ fachliche Integration. In vielen L\u00e4ndern ist es so, dass die Pflegekr\u00e4fte eben nicht die gleiche Pflege durchf\u00fchren wie wir hier. F\u00fcr \u201esauber, trocken, satt\u201c sind in vielen L\u00e4ndern die Angeh\u00f6rigen zust\u00e4ndig bzw. gibt es daf\u00fcr Pflegeassistent*innen. Das ist oft eine gro\u00dfe Umstellung.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem haben Pflegekr\u00e4fte im Ausland ganz andere Befugnisse. Sie arbeiten oft viel eigenverantwortlicher: Medizinische T\u00e4tigkeiten, die wir nur auf \u00e4rztliche Anordnung erledigen d\u00fcrfen, entscheiden sie meist selbst. Bei meinem Arbeitgeber m\u00fcssen alle ausl\u00e4ndischen Pflegekr\u00e4fte einen Pflegekurs besuchen. Dort sollen sie die n\u00f6tigen Skills erlernen, plump gesagt; das Waschen, Lagern und Schutzhose wechseln. <\/p>\n\n\n\n<p>Zu guter Letzt ist die gesellschaftliche Integration sehr wichtig, damit sich die Kolleg*innen schnell wohl f\u00fchlen. In manchen Kliniken gibt es Mentorenkonzepte, bei denen jede ausl\u00e4ndische Pflegekraft einen Mentor von der jeweiligen Station zur Seite gestellt bekommt, welche dann die fachliche Einarbeitung \u00fcbernimmt und auch neben der Arbeit als Ansprechpartner zur Verf\u00fcgung steht. Das ist meiner Meinung nach ein sehr gutes Konzept, welches es den Pflegekr\u00e4ften viel einfacher macht, hier Fu\u00df zu fassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Anerkennungsverfahren an sich ist von Bundesland zu Bundesland verschieden und es kommt auch nochmal darauf an ob das Examen in Eu- L\u00e4ndern erworben wurde oder nicht. Bis zur Anerkennung arbeiten die Pflegekr\u00e4fte dann als Krankenpflegehelfer*innen auf den Stationen.<\/p>\n\n\n\n<h4>Was gibt es f\u00fcr Schwierigkeiten?<\/h4>\n\n\n\n<p>Das gr\u00f6\u00dfte Problem ist wohl die Sprachbarriere. Meiner Meinung nach reicht B1 nicht aus, um im Krankenhaus arbeiten zu k\u00f6nnen. Es gibt viele Verst\u00e4ndigungsprobleme und wenn die Pflegekr\u00e4fte vielleicht noch in einer Ecke Deutschlands arbeiten, in der Dialekt gesprochen wird, verstehen die Pfleger*innen die Patient*innen kaum bis gar nicht. Das kann zu Ver\u00e4rgerung der Patient*innen und zu Motivationsverlust bei den Pfleger*innen f\u00fchren. Teilweise kann die Sprachbarriere ja auch zu Fehlern und Patienten gef\u00e4hrdenden Situationen f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiteres Problem ist, dass sich die T\u00e4tigkeitsbereiche in den anderen L\u00e4ndern oft sehr von denen bei uns unterscheiden. Das hei\u00dft, dass viele mit der reinen Pflege nichts zu tun haben und oft selbstbestimmter arbeiten d\u00fcrfen. Auch das kann zu Motivationsverlust bei den Kolleg*innen f\u00fchren, stellt es in deren Verst\u00e4ndnis doch eine Herabw\u00fcrdigung des Berufsverst\u00e4ndnisses dar. Teilweise wird den ausl\u00e4ndischen Pflegekr\u00e4ften diese Diskrepanz vorher auch gar nicht deutlich gemacht und der Schock ist sp\u00e4ter gro\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich ist das gr\u00f6\u00dfte Problem aber, dass verschiedentlich versucht wird, sich durch Arbeitsmigration zu bereichern &#8211; sei es durch dubiose Agenturen, die sich viel Geld bezahlen lassen, um Pflegekr\u00e4fte zu vermitteln und sich dann auch von den Pflegekr\u00e4ften nach der Vermittlung noch monatlich unterschiedlich hohe Betr\u00e4ge bezahlen lassen, oder ob es Arbeitgeber sind, welche die Kolleg*innen nicht angemessen bezahlen und quasi als billige Arbeitskr\u00e4fte ansehen. So bekommt man keine motivierten Arbeitnehmer*innen, die auch langfristig im Unternehmen bleiben wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Des Weiteren gibt es auch unter den Arbeitsmigranten \u201eschwarze Schafe\u201c, die mit gef\u00e4lschten Examen nach Deutschland kommen, was nat\u00fcrlich f\u00fcr die Stationen keine Hilfe ist und zu vielen Problemen f\u00fchrt. Die chronische Unterbesetzung der Stationen macht die Situation nat\u00fcrlich schwierig. Man hat keine Zeit und teilweise auch keine Lust sich f\u00fcr die Kolleg*innen Zeit zu nehmen und sie entsprechend einzuarbeiten. \u00dcbrigens gibt es auch in deutschen Krankenh\u00e4usern Probleme mit Rassismus. Wir sollten alle daran arbeiten, unsere Kolleg*innen vorurteilsfrei willkommen zu hei\u00dfen. Auch wenn man vielleicht schlechte Erfahrungen gesammelt hat, ist es kein Grund jemanden gleich von vornherein abzulehnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu guter Letzt m\u00f6chte ich hier anonym einige Kollegen zu Wort kommen lassen, um \u00fcber ihre Erfahrungen zu berichten.<\/p>\n\n\n\n<h4>1<\/h4>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>Wir haben momentan eine Kollegin aus den Philippinen bei ihr war es so, dass sie ersteinmal ein halbes Jahr bei uns gearbeitet hat und dann nochmal zur Schule musste. Dort hat sie dann nochmal eine Art Crashkurs besucht und dann ihre Anerkennung bekommen. Was ich dir aber dazu sagen kann, ist dass der Umgang mit ausl\u00e4ndischen Pflegekr\u00e4ften bei uns im Haus wirklich nicht gut ist. Zum Beispiel bei der Kollegin aus den Philippinen (eine sehr erfahrene Kinderkrankenschwester, die \u00fcberall auf der Welt schon gearbeitet hat, auf Intensivstationen) war es so, dass sie gerne bei uns auf die Neointensivstation wollte, das wurde aufgrund der Sprachbarriere abgelehnt und dann beschlossen, dass sie zu uns in die Kinderklinik kommt. Hat dann bei uns die Einarbeitung begonnen, wurde dann w\u00e4hrend Corona abgezogen auf die Coronaambulanz, gegen ihren Willen. Sie hat die Arbeit dort dann aber trotzdem gemacht durfe dann als die F\u00e4lle wieder weniger wurden auch zur\u00fcck zu uns. Wurde dann bei uns wieder neu eingelernt und f\u00fchlt sich sehr wohl bei uns. Jetzt kam die PDL um die Ecke und meinte kurz vor Ende ihrer Probezeit wir w\u00e4ren hier in der Kinderklinik \u00fcberbesetzt und sie solle jetzt auf die Chirurgie gehen zu den Erwachsenen ansonsten m\u00fcsste sie die Klinik verlassen. Wir haben in der Kinderklinik nicht zu viel Personal, aber im Oktober sollen vier neue Kollegen eingestellt werden bei uns und daf\u00fcr soll sie jetzt Platz machen. Das finde ich echt nicht in Ordnung.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h4>2.<\/h4>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>F\u00fcr mich pers\u00f6nlich als Arbeitgeber sieht die Lage wieder anders aus &#8211; ich kann mir Arbeitskr\u00e4fte beschaffen, Fort- und Weiterbildungskosten sowie die ganzen Anerkennungskosten zahlen und wenn dann alles durch und genehmigt ist, besteht die sehr gro\u00dfe Gefahr, dass die Arbeitnehmer dann in die \u00f6ffentlichen Kliniken abwandern. Mit anderen Worten, ich habe die durchschnittlich anfallenden Kosten f\u00fcr einen neuen Arbeitnehmer aus dem Ausland in H\u00f6he von \u20ac 8.000,- gezahlt, der Arbeitnehmer k\u00fcndigt und geht mit seinen neuen Papieren direkt in die Uniklinik, wo selbstredend ein h\u00f6herer Lohn gezahlt wird. Sich Arbeitnehmer, die eine kostenlose Fort- und Weiterbildung durch den Arbeitgeber erhalten haben, vertraglich an das Unternehmen zu binden, ist sinnlos, denn es entspricht nicht dem deutschen Arbeitsrecht. Dazu gibt es zu viele Urteile. In meinem Fall ist das Risiko also viel zu gro\u00df. Aus der Uniklinik wei\u00df ich, dass die Uniklinik gar nicht daran interessiert ist, aus Hilfskr\u00e4ften Fachkr\u00e4fte zu machen, denn Hilfskr\u00e4fte sind wesentlich billiger als Fachkr\u00e4fte. Zur Deckung der Personalnot reicht es aus, wenn eine examinierte Kraft auf Station ist, die dann noch XX Hilfskr\u00e4fte zur Verf\u00fcgung hat &#8211; so ist die Arbeit getan, die examinierte Kraft hat ihre entsprechenden Aufgaben erf\u00fcllt, die Hilfskr\u00e4fte eben das, was auch ohne Examen geht (waschen, Essen reichen etc.).&#8220;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h4>3.<\/h4>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>Die Hauptprobleme die ich hatte als ich nach Deutschland kam waren:<\/p><p>Die Sprache: Das ein sehr bekanntes aber auch untersch\u00e4tztes Problem. Nat\u00fcrlich ben\u00f6tige ich Sprachkenntnise um in Deutschland arbeiten zu k\u00f6nnen, aber ich finde es besser die Sprache direkt in Deutschland zu lernen als in Italien Kurse zu besuchen, oder noch schlimmer die Sprache per Online Kurs zu lernen.<\/p><p>Die Wohnungssuche: Leider verlangen die meisten Vermieter ein Dokument von der Schufa, welches es in Italien nicht gibt. Das macht eine Wohnungssuche sehr schwer.<\/p><p>Die Krankenversicherung: Das Gesundheitswesen in Italien ist v\u00f6llig staatlich, wir haben keine Versicherungshistorie. Das wird aber von vielen Krankenversicherungen verlangt. Das Problem kann durch die Ausstellung eines Dokuments durch das Gesundheitsministerium gel\u00f6st werden, aber auch nicht alle Versicherungen akzeptieren das.<\/p><p>Das alles hat mir den Start in Deutschland schwerer gemacht und ich h\u00e4tte mir da mehr Hilfe gew\u00fcnscht. Sonst wurde ich aber gut aufgenommen und habe keine schlechten Erfahrungen gemacht.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Bild von <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/geralt-9301\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1445489\">Gerd Altmann<\/a> auf <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1445489\">Pixabay<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich vor einigen Jahren f\u00fcr die Liebe nach Hamburg zog (macht das nie liebe Kinder es lohnt sich nicht), arbeitete ich zum ersten Mal mit Pflegekr\u00e4ften aus dem Ausland. Bei meinem vorherigen Arbeitgeber, einer Klinik in der Oberlausitz, gab es keine ausl\u00e4ndischen Pflegekr\u00e4fte. Unbesetzte Stellen wurden einfach nicht besetzt &#8211; sehr zum Frust aller Beteiligten. 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